Druidische Gruppen
 Druidic groups

"Drum prüfe, wer sich ewig bindet..."

Ohne die Aktivitäten von druidischen Gruppen (und anderen heidnischen Organisationen) gäbe es wohl auch nur einen Bruchteil von unabhängigen Einzelpersonen, die sich derzeit mit der Materie auseinander setzen. Schliesslich waren es die frühen Gruppen welche einen kommerziellen Markt anregten, und ohne diesen stünde der breiten Öffentlichkeit heute auch nicht die Flut von Information über Heiden, Kelten und Druiden zur Verfügung, welche sich nun auch für den/die Solitär/in 'im stillen Kämmerlein' als Unterstützung und Leitfaden heranziehen lässt. Wieviel davon authentisch und brauchbar oder dann halt kompletter Müll ist, sei einmal dahingestellt...

Man ist jedoch stets gut beraten, jeweils auch zu wissen von wem und woher solche Information kommt und welche Motivation den/die Autor/in angeregt hat, damit an die Öffentlichkeit zu treten. Erst dann sind wir in der Lage, enthaltene Vorurteile, Ego-Trips und Fehleinschätzungen beim Lesen auszufiltern und eventuell im Rest enthaltene universelle Wahrheit als solche zu erkennen. 

Gruppen & Vereinigungen weltweit

- in den U.S.A.
- auf den Britischen Inseln
- vom europäischen Kontinent

USA :

Es begann alles mit einem Scherz...!

In den frühen Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts - also relativ kurz vor der berühmten Hippie-Bewegung (die in der Folge noch ihr eigenes zur weiteren 'spirituellen Liberalisierung' des Individuums beitrug) - beschlossen ein paar Studenten des Carleton College in Northfield,MN,USA aus einer Trotzreaktion heraus, ihre eigene Religion zu gründen.

Der allgemeine Studienplan schrieb zu jener Zeit auch den obligatorischen Besuch eines Gottesdienstes vor, was diesen Studenten angesichts der beiden traditionell vorhandenen Alternativen von entweder Synagoge oder Kirche so sauer aufstiess dass sie einander gelobten, lieber ein paar Stunden freiwillige Hausaufgaben unter die Finger zu nehmen und nicht aufzugeben, bis die Schulleitung eine Religion ihrer eigenen Wahl als legitim anerkennen würde und sie - die Studenten - fortan die Zeit des verschriebenen Gottesdienstes so verbringen konnten, wie es ihnen beliebte. Der Plan war erfolgreich...

"Only in America..." Unter Anwendung des uneingeschränkten Rechts auf persönliche und religiöse Freiheit, wie es in der U.S.Amerikanischen Konstitution verankert ist, blieb dem Rektorat des Carleton College nichts anderes übrig, als den Studenten die Ausübung eines selbst gewählten Glaubens als gleichwertigen Gottesdienst zu erlauben. Doch welcher Glauben? Nach ein paar Nachforschungen einigten sich die Studenten auf den umstrittenen Begriff 'Druidentum' (umstritten deshalb, weil niemand so recht und mit Bestimmtheit wusste, was Druidentum überhaupt ist oder nicht ist; nicht einmal die geschulten Theologen) und so erklärte sich eine Handvoll aufmüpfiger Oberschüler selbst zu "reformierten Druiden" - und Voila! - die RDNA war geboren:

RDNA > Carleton College, Minnesota - Urväter der Liberalen

Diese vom höchsten U.S. Gesetz verteidigte 'faule Ausrede' nahm jedoch wider Erwarten schon bald eine unerwartete Eigendynamik an und die Schnapsidee von einst erreichte Ausmasse, die sich die Gründer wohl selbst nicht erträumt hätten. Die Mitgliederzahl stieg... und stieg... und steigt unaufhörlich weiter... und über die folgenden Jahrzehnte kommt es zu einer wahren Kettenreaktion von Absplitterungen und damit neuen 'Ordens'-Gründungen:

- 1969 gründet Robert Larson, ehemaliger Student am Carleton College und nun an der University of California in Berkley die Gruppe "New Reformed Druids of North America / NRDNA", um mehr Neu-Heidentum einzubringen, als es in der 'normalen' RDNA praktiziert wurde. Eines der Mitglieder heisst Philip Emmons Isaac Bonewits.

Hier eine Liste der Vielzahl von bisweilen wirklich amüsanten Gruppen-Namen innerhalb der RDNA/NRDNA - von "Neu-Aristotelianischen Druiden" bis zu den "reformierten Druiden der nördlichen Antarktis":

NRDNA > Reformed Druid Grove Locations - alle auf einen Blick

- 1983 gibt sich Bonewits unzufrieden mit der eher 'lockeren', oft blödelnden und selbst-ironischen Herangehensweise der NRDNA (schliesslich war's doch alles gar nicht so ernst gemeint...!) und gründet seine eigene Gruppe, welcher er mit dem klangvoll  irischen Namen "Ár nDraíocht Féin / ADF" einen seriösen Anstrich verleihen will.

Der Name bedeutet "Unser eigenes Druidentum" und Bonewits meint damit primär sein eigenes Druidentum; die Hinwendung zu einem kulturhistorisch recherchierten, wissenschaftlichen und damit erhofft ernsthafteren Anspruch, als er je zuvor von Quereinsteigern geltend gemacht wurde. Nebenbei versucht er, einen anerkannten Körper von Regeln und Klerus in der eher losen Bewegung zu schaffen; ein Körper, welcher die bisher bestehende Bewegung von unabhängigen Individualisten quasi unter Schirmherrschaft der ADF nach aussen institutionalisieren sollte.

Bonewits meint wahrscheinlich, den etablierten Kirchen mit Konter-Struktur und Konter-Dogma Paroli bieten zu müssen, doch das gewünschte Zielpublikum will einfach nicht so recht mitmachen. Einige verehren ihn als neuen Guru, die Mehrheit schüttelt den Kopf. Nach mässigem Erfolg mit der von ihm angestrebten Zentralisierung des U.S.Amerikanischen Druidentums zieht er sich mitte der 90er Jahre vom öffentlichen Dialog zurück, zieht die Fäden fortan nur noch aus dem Hintergrund und widmet sich "privaten" Projekten. Die Organisation lebt jedoch in der Cyberwelt munter weiter, rekrutiert Anhänger und verkauft wie eh und je Kurse an zahlende Mitglieder:

ADF > Ár nDraíocht Féin - hat heute einen Leib mit 17 Köpfen

- 1986 verlassen mehrere 'alte Hasen' die ADF - allen voran Tony & Pat Taylor sowie Ellen Evert Hopman, um abermals einen eigenen Ableger zu gründen. 'Henge of Keltria' genannt, gehört diese Vereinigung als erste der modernen U.S.Gruppen in die Kategorie von 'religiös fundamentalistisch'. Die Gründer sind mit der eklektischen Oberflächlichkeit unzufrieden, mit der dort die keltischen Wurzeln druidischer Lehren behandelt werden und sie vermissen darüber hinaus einen mystisch-spirituellen Aspekt, den man eigenlich zu Recht erwarten könnte.

HoK > Henge of Keltria - Die traditionellste aller modernen U.S.Gruppen

Dies alles nur als Überblick über die grössten und bekanntesten Vereinigungen der USA. Hunderte weitere 'Gruppen' könnten aufgelistet werden, wenn man auch noch alle nennen möchte, die meist nur aus 1 - 5 bis einem Dutzend Personen bestehen.

Insular :

Die meisten der britischen Orden welche sich unter Berufung auf eine Tradition 'druidisch' nennen sind Nachkommen der Logen-Druiden Organisationen aus dem 18. Jahrhundert.

- 1988 haucht ein junger Mann namens Philip Carr-Gomm einer 'verblichenen' Organisation namens OBOD neues Leben ein, nachdem er den Nachlass vom verstorbenen Mentor und Ordensbruder Ross Nichols erhalten hat. Nichols hatte OBOD gegründet und OBOD starb wieder mit ihm. Carr-Gomm arbeitet seither ständig daran, das geerbte, überwiegend christlich freimaurerische Grundmaterial mehr und mehr zu 'verheiden' und in Richtung Paganismus zu schubsen. Gerüchten zufolge sollen unter dem Namen 'Druidcraft' in naher Zukunft auch Wicca-Lehren vom OBOD Lehrstoff assimiliert werden, um ein breiteres Publikum zu erreichen als bisher. Schön und gut... Was soll das alles bloss kosten? ;-) Info unter:

OBOD > The Order of Bards, Ovates and Druids

OBOD's "Wie mache ich mich selber zum Druiden" Kurse per Postversand von monatlichen Pamphleten - Gwers oder Gwersu [MZ] genannt - sind bei Anhängern ebenso berühmt wie sie bei Skeptikern berüchtigt sind. Obwohl fortgeschrittene Schüler einen von OBOD gestellten Cyber-Mentor zugewiesen bekommen (ausschliesslicher eMail Kontakt), erfordert die Absolvierung des gesamten Kurses bis zur offiziellen Vergabe des Titels OBOD-Druide trotzdem keinen einzigen persönlichen Kontakt mit einem Lehrer in der echten Welt. Aus diesem Grund hat der verliehene Titel ausserhalb von OBOD etwa den Wert einer 3-Euro-Banknote...

- Ebenfalls in 1979 gründen Philip Shallcrass und Emma Restall-Orr den British Druid Order/BDO. Der Orden vertritt bei näherer Betrachtung eine bunte Mischung von Wicca und Pop-Keltik. Nicht nur deshalb, aber auch deshalb haben die zwei Gründer den Ruf, vor allem auf Geld und Prestige aus zu sein.

BDO > The British Druid Order < klick hier, wenn's denn unbedingt sein muss...

- das Jahr 1993 erlebt a-ber-mals eine Neu-Gründung *stöhn* als der Poet und Tattoo Künstler Dylan Ap Thuin anlässlich seines Besuchs in Stonehenge den 'Insular Order of Druids' erdichtet. Mehr braucht hoffentlich nicht gesagt zu werden...

Die Liste könnte auch hier bis zum St. Nimmerleinstag mit der Nennung von Mini- und Mikro-Gruppen fortgeführt werden, aber die Redaktion bitte echt um GNADE...!

Euro etc.

Interessanterweise scheinen sich Gruppen deren Mitglieder sich allesamt Druiden nennen auf die USA und die Britischen Inseln zu beschränken, während sie anderorts (von 'Filialen' der eben erwähnten einmal abgesehen) nicht zu finden sind.

"Ein dreifach HURRA ... HURRA ... HURRA!  Möge dies noch lange so bleiben!"

Im deutschsprachigen Raum existieren wohl ein paar Gruppierungen mit je ein paar Dutzend Mitgliedern, die laut Selbstauskunft von einer Druidin oder einem Druiden gegründet und geleitet werden, (siehe Links) aber dies ist ein anderes Paar Schuhe.

In Tat und Wahrheit kann sich heute natürlich jeder Hinz und Kunz risikolos Druide nennen. Es gibt nun mal weltweit keine einzige anerkannte Institution, die es einem erlauben oder verwehren könnte und - sehr wichtig - verklagt werden liegt auch nicht drin. So bleibt es uns allen, den wahrhaft Suchenden, wie immer selber überlassen, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und solche Behauptungen angemessen zu hinterfragen oder auch nicht; ganz wie es uns beliebt.

Selbstverantwortung: Ein druidisches Prinzip der ersten Stunde.

Hier also ein paar der Gruppen; ins Leben gerufen, organisiert und liebevoll betreut von Personen welche sich sogar auf betont skeptische Anfrage hin in aller Öffentlichkeit und ohne mit der gesalbten Wimper zu zucken als Druide oder Druidin bezeichnen:

KHÖ > Der 'Keltenhof' - Österreichische Gemeinschaft geleitet von Eveline Grander

Selbstauskunft: "1986 begann ich eine langjährigen Ausbildung als Druidin nach mündlich überliefertem Wissen. Die Ausbildung fand hauptsächlich an unseren alten Orten der Kraft in ganz Österreich statt und so wurde ich an unseren heiligen Plätzen unterrichtet und eingeweiht."

"Seit 1990 gebe ich mein Wissen in Kursen und Einschulungen weiter."


Anm. : Vier Jahre zur Verleihung des Titels 'Druidin' und - noch bemerkenswerter - zum offiziellen Lehramt scheinen nach üblichem Masstab ein Turbo-Schnellkurs der nicht sehr traditionsgebundenen Art zu sein; sogar in den eher weltlichen Disziplinen.

Zusätzlich stellt sich die Frage welch vertrauenswürdige Quelle bereit gewesen sein könnte, dieses mündlich überlieferte druidische Wissen erst im Geheimen weiter zu vermitteln, nur um gleich darauf mit ansehen zu müssen, wie entgegen jeder Tradition kommerziell und öffentlich damit geworben wird. Frau Grander ist sich scheinbar der simplen Faustregel bezüglich mündlicher Überlieferungen nicht bewusst, die da lautet:

"Wenn etwas dahinter steckt, wird garantiert nicht damit geworben.
Wenn damit geworben wird, steckt garantiert nichts dahinter."

Selbstauskunft: "1995 Weihe und Schulung von Semu Huaute, Ältestenrat der nordamerikanischen Indianer.

Anm. : Semu Huaute, 1909 nach eigenen Angaben in einer Höhle in den Bergen nahe Ojai/Kalifornien geboren, rühmte sich ein Leben lang der letzte Vollblut-Indianer vom Stamm der Chumash zu sein.

Eigenen Nachforschungen zufolge ist der Stamm der Chumash jedoch weder fähig noch willens, diese Behauptung zu bestätigen. Die Chumash verweisen stattdessen augenzwinkernd auf Semu's allseits bekanntes Talent, in Europa Seminare abzuhalten und dabei Geld für fiktive Land-Käufe und andere obskure Projekte zu sammeln, von denen in den USA aber nie etwas bekannt, geschweige denn verwirklicht wurde. Offensichtlich tat er dasselbe in den USA, wo er für 'Europäische Projekte' warb.

Semu Huaute war bis zu seiner selbst verkündeten Berufung zum spirituellen Lehrer als Soldat, Preisboxer und Schauspier tätig. Er lebte ein reiches und erfüllten Leben, genoss aber nie eine stammes-interne, traditionell spirituelle Ausbildung und hätte nie ein Mitglied des "Ältestenrats der nordamerikanischen Indianer" sein können, sogar wenn eine entsprechende Institution in Wahrheit existieren würde. Tut sie aber nicht.

Selbstauskunft: "1996 Ausbildung und Schulung von Niklas, Huichol Indianer, Schamane und Prof. mit Lehrstuhl für Theater und traditionellem Tanz in Mexikocity."

Anm. : Persönliches Engagement auf den Gebieten von Theater und Tanz ist sicher nie Zeitverschwendung. Was diese Referenz jedoch mit einer druidischen Ausbildung zu tun haben könnte, entzieht sich der Kenntnis des Autors trotz Nennung des eindrucksvoll und mystisch tönenden Titels 'Schamane'. Wie allgemein bekannt sein sollte, schmücken sich heutzutage allerlei Geschäftemacher und Möchtegerns auch mit dieser 'Berufsbezeichnung', welche übrigens mit sehr, sehr wenigen Ausnahmen nur in den Köpfen von modernen 'Westlern' existiert. Konkretere Recherchen über die genannte Persönlichkeit und dessen Ruf und Hintergrund sind z.Zt. noch in Arbeit.

Der Titel 'Schamane' wird in der Eso- und NewAge Szene nicht minder pretenziös und deshalb genauso kontrovers verwendet wie der Titel 'Druide'; eventuell sogar noch häufiger. Er bedeutet also effektiv nichts.

Man muss der Fairnis halber aber feststellen, dass dem Engagement von 'druidin.at' auch eine positive Seite nicht abzusprechen ist; trotz dem teils vorhandenen verbalen und ideologischen Ettikettenschwindel im Detail. Man sollte ihr und auch ihrem Partner zugute halten dass sich beide aktiv und positiv motiviert dafür einsetzen, in Österreich noch erhaltenes Brauchtum aus dem norischen Erbe zu recherchieren und zu erhalten.

Ebenso leistet Eveline wertvolle Aufklärungsarbeit, was die von ihr propagierten, im Kern natur-spirituellen Werte angeht, weil diese im Gegensatz zu dem 'Zauberzeug' das anderorts angeboten wird wenigstens im Ansatz als 'keltisch' erkennbar sind. Damit trägt sie sicher ihren Teil zum Abbau von meist absurden Vorurteilen seitens Andersgläubiger bei, mit denen sich moderne Heiden heute nach wie vor konfrontiert sehen. Der Glaube an solche Sachen wie 'Teufelsanbetung' und 'Babys essen' etc. spukt allethalben immer noch in manchem christlichen Hirn herum, auch wenn sich diese Leute ansonsten als aufgeklärte, moderne Menschen bezeichnen würden. 

Das Gesamtwerk des 'Keltenhofs' kann also grundsätzlich als unterstützenswert eingestuft werden, sofern der Verkauf von Esoterik und spiritueller Importware als "authentisch keltisch-druidisch" in Zukunft nicht noch mehr zunimmt statt abnimmt.

Es wäre schön, wenn man so etwas auch von allen anderen Gruppen sagen könnte, die in der Cyber-Welt um Mitglieder buhlen. Dem ist aber leider überhaupt nicht so... 

Das nächste Beispiel verkörpert wahrscheinlich das Paradebeispiel auf dem deutschen Netz, wie geschickte Werbetexter und spirituelle Abzocker
(oft identisch miteinander) ihr Publikum mit unterschwelligen Andeutungen ködern; meistens mit Hinweisen auf:

"mysteriös überlieferte Familientraditionen!"   Ooooh!
und natürlich             
"uraltes Geheimwissen!!!"   Aaaah!!!

So versuchen sie, der nach 'Einweihung' dürstenden Sucherschaft vorzugaukeln, mit dem letzten Klick auf die Maus endlich am Ziel ihrer Reise angekommen zu sein. Von Legitimität und Substanz natürlich keine Spur, sonst müssten diese Scharlatane bestimmt nicht auf dem Internet mit ihren erstunken und erlogenen 'Beweisen' für Vertrauenswürdigkeit werben. Selbstverständlich wird auf diese allseits beliebte Art nur die potentielle Gefolgschaft, sprich "zahlende Kundschaft" von morgen geködert. Ein wenig Abgucken bei den Kirchen darf doch wohl noch sein...

Der skeptische Sucher, männlich oder weiblich, wird sich aber stets die Frage stellen, aus welchen unerfindlichen Gründen dieses ach-so-kostbare, durch die Jahrtausende aufs Strengste gehütete- und nur so in die Neuzeit hinübergerettete Geheimwissen nun urplötzlich in aller Öffentlichkeit zum Konsum angeboten würde??? Diese Frage ist nach dem Wunsch des Veranstalters wahrscheinlich nur zu beantworten, indem man sich schnellstens einen Wochenend-Kurs unter folgender Internet-Adresse bucht:

ODK > Orden der Kraft - bezeichnet sich auch als "Keltisches Kultur-Institut"

Selbstauskunft: "Der Orden der Kraft ist der Zusammenschluß aller keltischen Priesterinnen und Priester, die aus überlieferten Familientraditionen kommen..."

Anm. : Hierbei handelt es sich mit Verlaub wohl um die lächerlichste, anmassendste und überhaupt grössenwahnsinnigste Behauptung, die je auf dem Net zu lesen war.
- oder um den Volksmund zu zitieren:
"Wer's glaubt, wird selig..."

Selbstauskunft: "... und seit August 2001 ist der „ORDEN DER KRAFT e.V.“ die Gemeinschaft aller keltisch Gläubigen in Deutschland"

Anm. : Der erstaunte Leser kann sich zwar nicht erinnern, jemals einen Marschbefehl von dieser hochherrschaftlichen Verunreinigung erhalten zu haben, die übrigens auch noch vorgibt, aus ihren Reihen den Stellvertreter aller keltisch Natur-Spirituellen im Rang eines heidnischen 'Papstes' zu stellen, aber es kommt ja allemal noch besser:

Selbstauskunft: "Mitglieder dieses Ordens können nur keltische Priesterinnen und Priester sein, die seit mindestens 2000 Jahren eine ungebrochene mündliche Überlieferung über das alte Wissen in Ihrer Familie haben. Nach unserer mündlichen Überlieferung gab es vor ca. 2000 Jahren ca. 15000 Familien mit Priesterinnen und Priestern. Vor ca. 550 Jahren waren es noch ca. 3500. Heutzutage gibt es gerade noch 42 [...]

Anm. : Angesichts des Trends der aus diesen Zahlen hervorgeht bleibt wohl nur zu hoffen, dass auch die verbliebenen zwei-und-vierzich bald ihre Medis zu sich nehmen werden. Sowas ist heute ja schliesslich heilbar. Es erstaunt auch kaum jemanden, dass sich die von den Kraft-Ordlern angeschriebenen Herren Papst und Bundeskanzler bis jetzt gehütet haben, zur Versöhnung und Anerkennung dieser Creme de la Creme von Heiden artig in die grüne Eifel zu pilgern. So wie man erfahren kann, schreiben geistig geforderte Personen ja schliesslich tagtäglich Dutzende von ähnlichen Droh- und Bettelbriefen an den Vatikan und das Bundeskanzleramt ...

Abschliessend ist eigentlich nur noch zu sagen:
"Sogar das WebDesign stinkt!"

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Selbstauskunft: Text

Anm. : Text

Selbstauskunft: Text

Anm. : Text

Selbstauskunft: Text

Anm. : Text

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Dan T. Felber EXCAL design1 X 2 Willows
© 08. November 2002